DEUTSCHUNTERRICHT- BERUFSORIENTIERUNG

 „Einmal hat sich morgens eine Krähe auf meinen Kopf gesetzt […]

Wir standen in der Reihe und warteten.

Alle schauten zu mir.“

Titus steht am Fenster der Schule und möchte springen. Wie er zu diesem Entschluss, diesem scheinbar letzten Ausweg kommt, erzählt er auf skurrile Weise – tragisch und humorvoll zugleich – seinem Publikum, in dessen Raum, dem Klassenzimmer, er sich befindet. Die Klasse trifft auf ihn und er beginnt zu erzählen:
Von den Sätzen, die er an die Wände seines Zimmers schreibt, von seinem Leben mit einem Vater, der Fleischer ist und nie Zeit zum Zuhören findet, von seiner Mutter, die er nie kennengelernt hat, von seiner Omi, um die er trauert, von seiner ersten Liebe mit allen ihren Höhen und Tiefen. Es ist die Welt eines pubertären Jungendlichen, der vielleicht ein bisschen zu intelligent, ein bisschen zu einsam und ein bisschen zu phantasievoll ist, um ein ganz normaler, beliebter Junge zu sein.

aus: BEGLEITMATERIAL zum Klassenzimmerstück „Titus“

Das oben angedeutete Szenario spielte sich am Freitag, 14. Jänner in der Doppelstunde Deutsch in der 4c ab.

Im Anschluss an das faszinierende Ein-Personenstück von Jan Sobrie, das von Holger Schober (künstlerischer Leiter des u-hofs) in der Titelrolle bravourös umgesetzt wurde, war ausreichend Zeit für ein ausführliches Nachgespräch .

In diesem zeigten die SchülerInnen sowohl großes Verständnis und Interesse für die Themen des Stückes als auch für die Arbeit und die Berufsausbildung für Theaterberufe.