Talkshow

Das Thema „Flüchtlinge in Europa“ beschäftigt momentan sowohl die Menschen als auch die
Medien weltweit rund um die Uhr. Ein sehr aktuelles und heiß umstrittenes Thema also, mit dem sich hauptsächlich Erwachsene beschäftigen. Was sagt jedoch die Jugend dazu? Welche Meinungen gibt
es?

An unserem Kennenlerntag beschäftigten wir uns daher in Form einer Talkshowproduktion
eingehender mit diesen Fragen.
Um uns in der neuen Schülerkonstellation gegenseitig besser kennenzulernen, fuhr die ganze 5B Klasse gemeinsam mit ihrem Klassenvorstand Frau Prof. Furthner und Frau Prof. Richter-Gutternigg per Zug zum Medienkulturhaus Wels. Dort durften wir eigenständig eine Fernsehtalkshow zur
Flüchtlingsproblematik machen. Dazu wurden wir in mehrere, unterschiedliche Departements
aufgeteilt. Je nach Interesse konnte man sich für einen speziellen Arbeitsbereich entscheiden. Zur
Auswahl standen Jobs in der Redaktion, beim Produktmanagement, in der Maske, in der Technik oder beim Bühnenbild.
Da ich mich für alle Departements sehr interessierte, wartete ich ab, welche Jobs übrig blieben und meldete mich erst dann. Im Endeffekt war ich gemeinsam mit meinem Team für das Bühnenbild zuständig. Uns wurde ein großer Dachboden voller Möbel, Accessoires, alten Fernsehern und Pflanzen gezeigt. Aus diesen Einrichtungsgegenständen konnten wir auswählen und somit das Studioaussehen prägen. Abgesehen von den Sitzgelegenheiten für unsere Talkshowgäste, sollten wir auch den Hintergrund, also die Wände, passend zum Gesprächsthema gestalten. Der Kreativität waren in diesem Falle keine Grenzen gesetzt. Während die eine Hälfte unserer Arbeitsgruppe unten im Malkeller an der künstlerischen Gestaltung der Wände arbeitete, wählten die anderen in der Zwischenzeit passende Möbel aus und transportierten sie nach unten. Das Gesamtkonzept aus Vordergrund und Hintergrund musste stimmen, das heißt, wir besprachen uns oft und entschieden uns dann für eine Linie. Obwohl wir unter einem gewissen Zeitdruck standen, konnte sich das Endprodukt unserer Arbeit sehen lassen. Die Wände hatten wir mit unzähligen Zeitungsartikeln, die das Flüchtlingsthema behandelten, tapeziert. Über die Zeitungsausschnitte hatten wir zerrissene Müllsacke, die einerseits eine Art Flüchtlingszelt symbolisieren sollten und andererseits für das Chaos und den Müll innerhalb der Lager stehen sollten, befestigt. Das Bühnenbild veranschaulichte noch einmal die Lebensbedingungen der Menschen auf der Flucht. Für die Schauspieler – später Talkshowgäste – dienten gelbe, zusammenklappbare Campingsessel als Sitzgelegenheiten.  
Beim Zusehen während der Sendeaufnahmen hatten wir eine Menge Spaß, die Schauspieler waren großartig und wirkten authentisch. Jeder von ihnen sollte eine andere, vorher festgelegte Meinung vertreten, einzig die Moderatorin blieb neutral zu dem Streitthema. Auch die Kameraleute, die Maske und die Produktion leisteten ausgezeichnete Arbeit.
Ich bin sehr dankbar für all die Erfahrungen, die ich an diesem Tag machen durfte, und finde, dass die Zusammenarbeit als Team für unsere Klasse ein toller Weg war, um uns besser kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen und Teamgeist zu gewinnen.